Verändertes Zusammenleben beeinflusst Werte- u. Wissenstransfer

Auf dieser  Internetplattform  veröffentliche  ich   meine  pro bono publico umgesetzten  Konzepte und  Arbeiten über:

Das Grauwerden Deutschlands – The Graying Of Germany  

Das sind u.a.:

  1. Konzipierung und Einführung neuer flächendeckender         ambulanter Betreuungsformen u.a. vor allem ,im vertrauter  Wohnumgebung
  2. Konzipierung, Entwicklung und Einführung des HausnotRuf,
  3. Konzipierung der Pflegeversicherung,
  4. Entwicklung von  Software für  fortschrittlichen  interaktive mandantenfähi-ge  Kommunikationstechnologien ambulanter und stationärer Einrichtungen  (Krankenhaussoftware, z.B. Agfa)  Vernetzungen  des ambulanten mit  stationärem Gesundheitsbereich,
  5. und über die Tatsache , wonach „verändertes Zusammenleben Werte- und Wissenstransfer“ beeinflusst.  Mit diesem Thema befasse sich seit über 40 Jahren. Diese Ziele wurden weitestgehend umgesetzt  und sind  nachfolgend in Kurzform darstellt:

Verändertes Zusammenleben beeinflusst Werte- u. Wissenstransfer

Die Formen des Zusammenlebens verändern sich außerordentlich schnell und global. Das Streben des Menschen nach    erträglichen Formen des Zusammenlebens, unter   sinnvollen sowie vertretbaren   sozialen, wirtschaftlichen   und  gesundheitlichen Strukturen, bleibt dabei   ungebrochen über die Generationen hinweg in jedem von uns bestehen, wie  ein Hinstreben nach einer Art Urvertrauen. Dieses Bestreben  verfolgt uns,    und die moderne Lebensweise   muss Antworten darauf geben.

K.Lorenz….  „spricht von der drohenden Auflösung unserer Sozietät  durch Störungen  in der Überlieferung  unentbehrlicher Verhaltensnormen und davon, dass ein Abreißen  der Tradition alle kulturellen Normen sozialen Verhaltens  wie eine Kerzenflamme auslöschen kann“.   „Das Leben  eines Menschen reicht einfach nicht aus, die  notwendigen Tugenden   selbst zu erfinden. Jeder  muß aus den Erfahrungen früherer Generationen lernen.

Daher lautet  die wichtigste Erkenntnis unserer  Zeit, dass  viele  Erfahrungen ohne theoretische Begründung hingenommen werden müssen.   Daraus ergibt sich, dass der Mensch auf die Weitergabe kultureller  Informationen von Generation zu Generation und das unser Zusammenleben  auf Verantwortung und Vertrauen angewiesen ist.“

An dieser Stelle,  „wo unterschiedliche Kulturen aufeinanderstoßen,  zeigt sich dann die Grenze einer Globalisierung.  Erst wenn es zu einem  vertrauensvollen Konsenz über die unterschiedlichen Werte kommt, kann  ein generationsübergreifendes Fortbestehen erreicht werden“. Dieser  Konsenz ist unerlässlich.

Hinzukommt, „aus  einer informationellen unzulänglichkeit  eines Menschen ergibt sich die Tatsache, dass  er der Komplexität  seiner Welt nicht gewachsen ist. Der  Mensch kann in begrenzter Zeit nur wenig Informationen aufnehmen. Deshalb ist der Zeitbedarf zum Verständnis für komplizierte Zusammenhänge  größer als verfügbar. „

„Das Wissen  unserer Zeit entspricht einem ungeheuer großen  und rasch  wachsendem Gitter aus Begriffen , (etwa in der Größe eines Fußballfeldes), zwischen denen  Beziehungen bestehen.  Unser Bewußtsein gleicht dagegen einem Käferchen, das auf dem Gitter  herumkrabbelt. Es kann günstigstenfalls  zwei oder drei Begriffe und ihre Beziehungen gleichzeitig erfassen, es gelingt ihm nicht, das Gitter in seiner Gänze  zu überblicken, seine Ordnung zu begreifen und hierüber   allseits  verbindlich Aussagen zu machen.

Der Mensch  berfindet sich gewissermaßen  in einer informationellen  Unzulänglichkeit.

Das ist einer der Gründe, dass der Mensch auf die Weitergabe kultureller  Informationen  von Generation zu Generation   und auf das Zusammenleben, auf Verantwortung und Vertrauen  angewiesen ist. „

Ich gebe darauf meine Antworten in Form von Thesen deren teilweiser Umsetzung:

Als  Ergebnis wurden  dabei   in den 1970-er Jahren     neue ambulante Betreuungs-formen   mit dem HausnotRuf und  zu deren  beider Finanzierung  die Pflegeversicherung konzipiert.  Der HausnotRuf  in Kooperation mit der ambulanten Betreuung und die  Pflegeversicherung   bedingen einander und entstanden daher  nahezu zeitgleich und wurden von den gleichen Personen initiiert. ( Pflegeversicherung  Jung  und Hormann, Hausnot-Ruf  und ambulante Betreuungskonzepte Hormann)

Beharrlichkeit ist  dabei ein wichtiger Wegbegleiter.

Den Blick auf eine unverzerrte globale Sicht der Dinge vor dem Hintergrund sowohl eines weltanschaulichen wie auch holistischen Betrachtungswinkels zu lenken. Die mo-dernen Kommunikationsmittel und –technologien führen, nahezu für jedermann, zu im-mer größeren Wissenssprüngen und zu immer größerer Wissenskumulation.

Aus meiner Sicht befindet sich die wissenschaftliche Erkenntnis, insbesondere die der Verhaltensmedizin, in einem Umbruch und kommt zu neuen Erkenntnissen, die sich entscheidend auf die bisherigen ambulanten und stationären Strukturen des Gesund-heitswesens  auswirken und dieses verändern werden.

Die Verhaltensmedizin sieht Krankheit nicht nur als eine ausschließliche Sache des Körpers oder des Geistes an. Beide interagieren, sind voneinander abhängig. In gewisser Weise kommt es im Gesundheitswesen relativ kurzfristig zu einem Para-digmenwechsel. Der   führt notwendig zu neuen Strukturen des  ambulanten  und stationären Gesundheitswesens

So habe ich folglich  1970  einen solchen Paradigmenwechsel bezeichnenderweise als erstes  an   einem Krankenhaus in Wilhelmshaven  eingeleitet. Neben relationalen Datenbanksystemen für Krankenhausabläufe wurden  neue großflächige ambulante Betreuungsformen an einem Krankenhaus errichtet und parallel dazu den Hausnot-Ruf zu konzipiert und entwickelt. Dieser wurde dort 1980 eingeführt. Er soll  als Kommunikationstechnik Sicherheit in die   flächendeckende die Kranken- sowie Behindertenversorgung und Altenbetreuung bringen.

Angereichert um Kenntnisse moderner Medizin, insbesondere der Bio- und Verhaltens-medizin,   veränderten sich die ambulanten und stationären Betreu-ungsformen in ge-wisser Weise revolutionär. Diese Entwicklung ist erst am Anfang   und noch in vollem Gange.

    • Anlässlich eines Symposiums wurde 1980 der Hausnot-Ruf  der internationalen Öffentlichkeit und den Medien ( Rundfunk, Fernsehen,  den Printmedien und der Fachpresse ) vorgestellt. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden  in dem betreffenden Krankenhaus biomedizinische Patientendaten ( EKG ) generiert,  digital erfasst,  interpretiert und in einer Historie-Datei  abgespeichert. Diese so erfassten biomedizinischen  Historie-Daten eines Patienten wurden dann mit seinen Werten aus späteren Messungen abgeglichen. ( Siehe  auch nachstehenden Link : …computerwoche 1981 … weiter unten)
    • Nach meiner Auffassung machte es  keinen Sinn, ein Kommunikations-system  zu schaffen, ohne dessen  nachhaltige Umsetzung finanziell abzusichern. Daher wurde von mir   im Rahmen des Projektes “HausnotRuf”     beim damaligen Bundesministerium für Arbeit ( BMA)  die  Einführung einer Pflegeversicherung  initiiert.
    • Beide, der Hausnot-Ruf und die Pflegeversicherung, entstanden nahezu gleichzeitig, weil sie sich auch wechselseitig  bedingen.Die Pflegeversicherung  benötigte  allerdings  auf ihrem parlamentarischen  Entscheidungsweg noch die Zeit bis 1995.
    • Auf dem International aufgestellten Symposium Hausnot-Ruf, 1980   in Wilhelmshaven,  erläuterte der damalige Ministerialdirigent  und spätere Staatssekretär Karl Jung folglich  erste Überlegungen  zu einer  Pflegeversicherung.  Nur so ist  die flächendeckende Verbreitung der ambulanten Pflegedienste in Deutschland  erklärbar; die durch den subsidiär einsetzbaren Hausnotruf erst  in dem jetzigen Umfange möglich geworden sind.
  • Aus strategischen Gründen  wurde damals 1978 der Forschungsantrag Hausnot-Ruf daher   ohne die biomedizinischen Komponenten gestellt  und umfasste zunächst nur die Betreuung älterer  und alleinlebender Menschen. Unnötige und erwartete Widerstände verschiedener Interessensgruppen sollten  so vermieden werden.
  • http://www.computerwoche.de/heftarchiv/1981/3/1184988/index.html

Ziel ist  u.a. auch: Neue  bezahlbare  und  situationsgerechte Strukturen in die stationäre und ambulante  Krankenversorgung  Erwachsener,  der   Kinder und Säuglinge, Behinderter und in die Seniorenbetreuung  zu transferieren.

Wilhelm Hormann bei der Festrede in Nürnberg:

 

Der "geistige Vater" des Hausnotruf: Wilhelm Hormann bei der Festrede

Der „geistige Vater“ des Hausnotruf: Wilhelm Hormann bei der Festrede

Dies soll mit Hilfe der Mechanismen und Technologien, der fortschrittlichen:

und unter Beachtung des „Prinzip der rechten Ordnung der Dinge“ geschehen.

Die Wortschöpfung „Funkfinger“, ursprünglich  „ Ariadnefinger“ genannt, lehnt an die Sage in der griechischen Mythologie über Theseus und dessen rettendes Herausfinden  aus dem Labyrinth  mit Hilfe des  Ariadnefadens an.

Sowohl aus der Verlassenheit   im Labyrinth von Häuserschluchten in Städten und von bürokratischen, finanziellen Hemmnissen in  einer ´von vielen Menschen als willkürlich empfundenen Bürokratur` als auch in der Abgeschiedenheit einsamer Landstriche und dem Labyrinth bürokratischer Zu- und Unzuständigkeiten soll ein   Kranker oder Hilfesu-chender in die Lage versetzt werden können, mit befreiender Wirkung   per Knopfdruck und mittels   Funkfingers, des „elektronischem Ariadnefadens“, jederzeit und von jedem Ort der Welt Hilfe herbeirufen und dann zugleich verbal auch kommunizieren zu können.
Die technischen und organisatorisch-rechtlichen  Voraussetzungen  parallelen  Übertragens biomedizinischer Daten sind  angesichts der zunehmenden  Mobilität der Be-völkerung jetzt und langfristig unabdingbar.

Der Journalist des Manager-Magazins Dietmar Gottschall fasste diese Gedanken für eine Management-Zeitschrift zusammen, unter  der Überschrift: „Was die Unternehmen von einer Klinik lernen können.“.(Siehe    Literatur/ Veröffentlichungen :  Nr. 25   u.a. )

urkunde_klein

Kopie der Verleihungsurkunde vom Frankfurter Innovationspreis der deutschen Wirtschaft . Diese befindet sich in meinem Besitz.

Aus diesem konzeptionellen Denken heraus erfolgte letztlich  seit 1970 die Entwicklung  des Hausnot-Rufs. Diesem wurde dann 1982 der Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft verliehen. AEG-Telefunken-Nachrich-tentechnik-GmbH (ANT), Backnang erhielt als Unternehmen für produktionstechnische Umsetzung und für die Markteinführung die Auszeichnung.

Gleichwohl fertigte der Künstler im Auftrage der ANT-Unternehmensleitung, eine Kopie für mich als den Innovator und geistigen Entwickler des HausnotRuf´s an und überreichte  mir diese nebst Verleihungsurkunde. Die abgebildete Plastik ist somit jene, von ANT mir überreichte Kopie des Originals, während dagegen das Original als Wanderpreis alljährlich weitergereicht  und um die Namen neuer  Preisträger  ergänzt wird.

 

urkunde_plastik

Frankfurter Innovationspreis der deutschen Wirtschaft, die obige Kopie der Verleihungsurkunde und der Metallplastik überreichte mir 1983 die ANT.

Aus der Konzeption des Hausnot-Ruf, in Verbindung und in Kooperation mit Krankenhäusern, den ambulanten Pflegediensten, den Seniorenheimen, den Doctors-Buildings  und  den einzelnen Arztpraxen auf dem Lande und in der Stadt  pp.,  ergeben sich nahe-zu zwangsläufig  neue interaktive und komplexe Versorgungs-strukturen.

 

 

Durch solche   Versorgungs-strukturen  werden die,   bisher   meistens   als über-regionale    Call-Center,  betriebenen Hausnot-Ruf-Zentralen  nicht  in Frage gestellt. Es ergeben  sich  jedoch  inhaltlich andere weitergehende  Strukturen  mit regionalem Bezug.

Das weltweite Interesse…an dieser WEB-Seite und damit an dem Thema ist   jedenfalls überraschend groß. Seit April 2007 bis Ende Juli  2010 erfolgten rd. 188.331 qualifizierte  Besuche ( Zugriffe von staatlichen Institutionen ) aus allen Erdteilen und aus 99 Ländern (Staaten); von mehr als  der Hälfte (51,56%)  aller 192  bei der Uno anerkannter  Staaten.  55,97 % der Zugriffe erfolgten aus den USA (von 43 US-Bundesstaaten; dass sind 86 % aller US-Staaten),  19,9 % aus  Deutschland  und die übrigen Besuchszahlen verteilen sich gleichmäßig auf die übrigen Länder. Von insgesamt 733 großen oder größeren Städten  wurde weltweit auf diese WEB-Seite zugegriffen; von jeder Stadt im Mittel mit einer Häufigkeit 210. Das lässt  auf eine höhere  Nachhaltigkeit  schließen .

Seit 1980 sind bis 2007 nach  Angaben der Industrie  mehr als 7 Millionen Hausnot-Rufgeräte  weltweit produziert  und verkauft worden.  Fachkreise schätzen daher,  dass  gegenwärtig  mehr als 5 Millionen Menschen über  einen  Hausnot-Ruf in ihrer Woh-nung oder ihrem Haus verfügen und diesen  auch anwenden.

Allein in Deutschland entstanden  seit  der  Einführung  des   Hausnot-Ruf ‘s ab 1980  und  der durch das Forschungsprojekt  Hausnot-Ruf initiierten  Pflegeversicherung  bis gegenwärtig ca. 350.000 Arbeitsplätze im ambulanten pflegerisch, gerontologischen  Bereich  und in den Hausnot-Ruf-Zentralen noch einmal rd. 15.000 Arbeitsplätze. Die volkswirtschaftliche Ersparnis in Deutschland wird  auf jährlich rd. 1 Milliarde € geschätzt, mit steigender Tendenz. (siehe diese Webseite,Literaturanhang

  • :Nr. 45 Gesamtrechnungen Statistik, Pflege, Hausnot-Ruf, Krankenhaus/
  • :Nr. 46  Pflegeversicherung Leistungsempfänger  1995-2008
  • :Nr: 47 Pflegeversicherung Einnahmen und Ausgaben  1995-2008)

Mit dieser WEB-Seite  will ich  über das ursprüngliche  Thema  des Hausnot-Ruf  und seine Ziele  informieren und  zur  sachlichen Diskussion  sowie  zu  einer  zeitgemäßen Weiterentwicklung,  einschließlich der   geplanten Umsetzung der Aspekte der   Telemedizin, eines der ursprünglich Ziele der Hausnot-Rufs, beitragen.(Siehe Literaturanhang: